1. Bundesliga

Schäfer fordert mehr Realismus in Leipzig

von Jean-Pascal Ostermeier
Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer hat mit Blick auf die Ziele beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig zu mehr Realismus und Demut aufgefordert. "Trotz der Ambitionen, die wir haben, das Maximum aus jedem einzelnen Spieler, aus der Mannschaft, aus diesem Klub herauszuholen, dürfen wir nicht in eine Spirale geraten, dass alles andere als die Deutsche Meisterschaft eine Enttäuschung ist", sagte Schäfer im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung.

RB Leipzig
Bundesliga
Rang: 6Pkt: 38Tore: 38:31



Es gebe nach wie vor Klubs, die wirtschaftlich in einer anderen Liga spielten. "Das heißt nicht, dass wir nicht alles versuchen wollen, um den Gipfel zu erreichen und das Maximale herauszuholen. Aber was ich nicht mag: dass gewisse Dinge selbstverständlich sind. Siege in der Bundesliga sind nicht selbstverständlich; in der Champions League zu spielen, ist nicht selbstverständlich", sagte Schäfer, der mit RB am Mittwochabend (20.45 Uhr/Sky) im Viertelfinale des DFB-Pokals seinen Ex-Klub VfL Wolfsburg empfängt.


Man sei nicht auf Augenhöhe mit Bayern München. "Heißt das, dass wir nie Deutscher Meister werden? Nein, das heißt es nicht. Natürlich können wir Deutscher Meister werden. Leverkusen und auch andere Klubs wie der Borussia Dortmund, der VfL Wolfsburg oder der VfB Stuttgart haben gezeigt, dass man da sein kann, wenn Bayern schwächelt", sagte Schäfer. Es müsse aber trotzdem alles passen.

Dem erneut unter Druck geratenen Trainer Marco Rose stärkte Schäfer den Rücken. "Wir diskutieren auch kontrovers, ich versuche, meine Eindrücke mitzugeben. Aber der Trainer ist und bleibt der Entscheider für das, was auf dem Platz passiert – und da habe ich auch vollstes Vertrauen und die Überzeugung", sagte er.


(sid)



Brian Clough

Wenn ich eine Diskussion mit einem Spieler hatte, haben wir uns 20 Minuten hingesetzt, darüber gesprochen und dann entschieden, dass ich Recht habe.

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