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Khedira zu Ablösesummen: "Wahnsinn, was da aktuell abgeht"

von Marcel Breuer | dpa08:29 Uhr | 29.08.2017
Sami Khedira (l) und Bundestrainer Joachim Löw sehen die hohen Ablösesummen kritisch. Foto: Marius Becker
Foto: Marius Becker

Weltmeister Sami Khedira hat sich kritisch über die stark gestiegenen Ablösesummen im Profi-Fußball geäußert.

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Sami Khedira
Hertha BSCMittelfeldDeutschland
Zum Profil

Person
Alter
37
Größe
1,89
Gewicht
81
Fuß
R
Marktwert
469 Tsd. €
Daten

Bundesliga

Spiele
107
Tore
14
Vorlagen
14
Karten
13--

«Es ist Wahnsinn, was da aktuell abgeht. Ich nehme diese Summen nicht ernst», sagte Khedira im Interview der «Bild»-Zeitung. «Ob es gesund für den Fußball ist, wage ich zu bezweifeln.»

Der 30-Jährige ist skeptisch, dass die hohen Summen begrenzt werden können. Durch die Rekordablöse von 222 Millionen Euro für den Wechsel des Brasilianers Neymar vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain sei das Geld im Markt und die Spieler, die danach verkauft worden seien, überteuert. Trotz der Summe versprühe Neymar in Paris aber immer noch die gleiche Lust auf Fußball. «Für mich ist wichtig, dass wir Spieler den Fußball mit der gleichen Leidenschaft angehen, unabhängig davon, wie viel Geld von außen in den Sport getragen wird», sagte Khedira.

Mit Blick auf die weitere Entwicklung erklärte der Profi vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin: «Vor zwei Jahren hätte niemand gedacht, dass ein Verein 222 Millionen für einen Spieler zahlt. Heutzutage ist alles möglich, mich würde nichts mehr überraschen.» Das Financial Fairplay werde irgendwie umgangen, zum Beispiel mit Sponsoring oder privaten Verträgen. Es sei nicht umsetzbar, das in den Griff zu kriegen.

Neymar sei nur der Anfang, meinte Bundestrainer Joachim Löw im Interview der «Stuttgarter Zeitung» und der «Stuttgarter Nachrichten» (Dienstag-Ausgaben). Er sei sicher, dass künftig noch mehr Geld in den Fußball investiert werde. Als Folge des Neymar-Transfers koste ein durchschnittlicher Spieler nun das Dreifache. «Das führt dazu, dass der Markt völlig überhitzt», erklärte Löw.

(dpa)



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