Juve- und ECA-Chef Agnelli ein Jahr lang gesperrt

von Jean-Pascal Ostermeier | sid16:21 Uhr | 25.09.2017
Italienischer Verband sperrt Juve-Boss Andrea Agnelli
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Zu einer einjährigen Sperre sowie zur Zahlung einer Geldstrafe von 300.000 Euro ist Juventus-Präsident Andrea Agnelli (41) vom Sportgericht des italienischen Fußball-Verbandes FIGC am Montag verurteilt worden. Agnelli soll Kontakte zu Hooligans unterhalten haben, die angeblich Verbindungen zur Mafia haben. Der Staatsanwalt des Fußballverbandes hatte vergangene Woche eine zweieinhalbjährige Sperre für Agnelli gefordert.

Das Juve-Management wird verdächtigt, von 2011 bis 2016 Hooligans unter der Hand Eintrittskarten für Spiele beschafft zu haben. Damit soll nach Angaben des Verbandes auch der Schwarzhandel gefördert worden sein.

Die Turiner Staatsanwälte hatten unter anderem ermittelt, dass beim Derby gegen den FC Turin am 23. Februar 2014 Juve-Mitarbeiter den Hooligans erlaubt hatten, verbotene Knallkörper und Banner ins Stadion zu bringen.

Erst am 5. September war Agnelli als Nachfolger von Bayern Münchens Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge (61) zum Chef der europäischen Klub-Vereinigung ECA bestimmt worden. Agnelli war zuvor Rummenigges Stellvertreter in der ECA gewesen. Der Bayern-Boss hatte sich nach neun Jahren nicht mehr zur Wiederwahl gestellt.

(sid)



Den Namen konnte ich gar nicht aussprechen, jetzt heißt er nur noch Paradise. Und so hat er auch gespielt.

— Otto Rehhagel, Interimstrainer von Hertha BSC, über Fanol Perdedaj.