Arrivederci, Juve! Für den walisischen Nationalspieler Aaron Ramsey (31) ist das Kapitel „Juventus Turin“ seit Dienstagabend beendet. Der Mittelfeldspieler einigte sich mit „Juve“ auf eine Vertragsauflösung. Sein Kontrakt beim italienischen Rekordmeister lief noch bis 30. Juni 2023. Ramsey steht damit in einer Reihe mit einigen prominenten Transfer-Flops bei Juventus.
Montag, 15.08.2022
Seine Leistungsdaten sprachen mit nur 48 Serie-A-Spielen seit 2019 (5 Tore) nicht wirklich für eine weitere Zusammenarbeit. Ramsey war seit Januar 2022 an die Glasgow Rangers ausgeliehen. Sein Fehlschuss im Elfmeter-Duell brachte am 19. Mai in Sevilla den Europa-League-Sieg von Eintracht Frankfurt (Fussballdaten.de berichtete) auf den Weg.
Ein Spieler, der bei Juventus ebenfalls nicht zündete, ist ein alter Bekannter aus der Bundesliga. Es ist Diego Ribas da Cunha, genannt Diego (Weltkarriere unter bürgerlichem Namen nicht möglich), der Werder Bremen 2009 zum Pokalsieg und damit zum bisher letzten Titel schoss und dann für 27 Mio. Euro zu Juventus Turin wechselte. Bereits im August 2010 gaben die „Bianconeri“ den offensiven Mittelfeldspieler nach nur 5 Toren in 48 Liga-Spielen an den VfL Wolfsburg (!) ab.
Spieler aus der Bundesliga, die bei Juventus nicht zum Zug kamen? Es gab sie seit 2000 zu oft! Auch Eljero Elia (35, derzeit vereinslos), beim HSV mit 9 Mio. Ablöse für Twente bis heute ein Synonym eines Transfer-Flops (7 Tore in 52 Bundesliga-Spielen), ging für die gleiche Summe am letzten Tag der Sommer-Transferfrist 2011 zu Juventus Turin, wo er nur fünf Mal spielte. Coach Antonio Conte („Er conte nur Chelsea“) wollte den Niederländer nicht. Warum Sportdirektor Giuseppe Marotta ihn doch holte, bleibt sein Geheimnis.
Dieses Ranking wäre nicht komplett ohne ihn: Den „Lord“. Nicklas Bendtner (34, Karriere-Ende) – Der Däne wurde bei Juventus zu einem der größten Panik-Käufe der Klub-Historie. Arsenal lieh den Problem-Profi ebenfalls kurz vor Transferschluss 2012 an Juventus aus. In 10 Pflichtspiel-Einsätzen blieb er ohne Treffer.
Einer geht noch. Nicolas Anelka (43), das größte Stürmer-Versprechen des französischen Fußballs setzte nach seinem spektakulären Wechsel von PSG zu Real Madrid für 35 Mio. Euro (1999) zu oft auf die falschen Klubs. Dekoriert zwar mit dem EM-Titel, der Champions League (beide 2000) und zwei Premier-League-Meisterschaften (mit Arsenal und Chelsea), glänzte Anelka danach nur beim FC Chelsea und Manchester City. Bei Juventus machte er 2013/2014 nur 3 Spiele, die wenigsten seiner schillernden Profi-Karriere. Trotzdem darf er sich italienischer Meister 2014 nennen…
Der Edi ist so gut wie Morientes. Egal ob in Wien, Barcelona, Bagdad oder Hongkong.
— Österreichs Fußball-Idol Hans Krankl über den Neu-Schalker Edi Glieder.