Ohne Harry Kane: Tottenham plötzlich Favorit!

von Carsten Germann23:30 Uhr | 04.10.2024
Foto: Imago

2 Siege, 5:1 Tore – Tottenham Hotspur startete ideal in die neue Liga-Phase der Europa League. Die „Spurs“ veredelten ihren 3:0-Heimerfolg gegen Qarabag Agdam nun am 2. Spieltag mit einem 2:1 (1:0)-Erfolg bei Ferencvaros Budapest – und sind laut Opta Favorit auf den Titelgewinn.

Die Datenspezialisten von Opta ließen am 4. Oktober 2024 und im Anschluss an den 2. Spieltag der Europa League-Ligaphase alle möglichen Ergebnisse durch ihren Super-Computer laufen.

95 Prozent

  • Mit dem zentralen Ergebnis: Tottenham Hotspur ist der neue Top-Favorit – bei jetzt 95 Prozent Chancen auf das Erreichen des Achtelfinales und 15,1 Prozent auf den Titelgewinn 2025 in Bilbao.
  • Auf Rang 2: Lazio Rom, das OGC Nizza im Stadio Olimpico mit 4:1 (2:1) deklassierte. Dass die „Laziali“ ihren zweiten Europacup-Titel nach 1999 (Pokalsieger-Cup) holen, diese Chance liegt bei 13,6 Prozent.
  • Ein Erreichen der Runde der letzten 16 ist für die Römer mit 93,4 Prozent mehr als wahrscheinlich.
  • Auf Platz 9 dieser Auswertung: Eintracht Frankfurt. Der Europa-League-Sieger von 2022 erreicht zu 72 Prozent direkt das Achtelfinale und hat eine Final-Chance von 9,4 bzw. eine Siegchance von 4,7 Prozent. Das ist nach wie vor schmal.

Und Tottenham? Im Jahr 2 nach Harry Kanes Abschied zum FC Bayern München glänzen die Londoner.

  • Sie gewannen mit der Partie in Budapest erstmals seit 2021 und seit der Ära José Mourinho Wettbewerb übergreifend 5 Spiele in Folge.
  • Brennan Johnson gelang dabei immer ein Tor.

4 Teenager

Und: mit Mikey Moore (17), Archie Gray (18), Lucas Bergvall (18) und Will Lankshear (19) hatten die „Spurs“ vier Teenager in der Startelf eines UEFA-Spiels.

„Das Erste ist, dass sie Teil der Mannschaft sind“, erklärte „Spurs“-Trainer Ange Postecoglou nach dem Spiel, „ich habe sie nicht aufgestellt, weil sie junge Spieler sind, sondern weil sie sich ihren Platz verdient haben.“

  • So viele Spieler unter 20 hatten sie zuletzt am 26. Februar 2009 im UEFA-Pokal gegen Schachtar Donezk (1:1 / Hinspiel: 0:2) aufgeboten.
  • Damals waren es Jonathan Obika, Chris Gunter, Giovani dos Santos und ein gewisser Gareth Bale


Rummenigge und Hoeneß verstehen viel vom Fußball. Aber sie sind zehn Jahre jünger als ich, sie sind Jungs. So empfand ich auch die Zusammenarbeit.

— Trainerlegende Giovanni Trapattoni in einem Playboy-Interview über seine Zeit beim FC Bayern.