Nationalmannschaft

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Ein glückliches 2:1 gegen Peru, der zweite Auftritt nach dem WM-Debakel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat keine Euphorie bei den deutschen Fans ausgelöst.

Die DFB-Elf in der Einzelkritik:

ter Stegen: Beim Gegentor im kurzen Eck überrumpelt von Advincula. Starke Parade beim Kopfball von Aquino. Sonst kaum geprüft.
Ginter: Machte die rechte Seite souverän zu. Seine Flanken sind nicht auf höchstem Niveau. Hätte die Führung in der 13. Minute per Kopfball erzielen müssen.

Boateng: Der Abwehrchef spielte routiniert. Ein gewagter Vorstoß brachte Unordnung. Zur Halbzeit raus.
Süle: In der ersten Halbzeit elfmeterreif gefoult. Im zweiten Abschnitt defensiv viel mehr gefordert und dabei solide.

Schulz: 84 Minuten ein mäßiges Debüt. Nicht nur beim Gegentor überrumpelt. Dann das Glückstor und umjubelter Lokalmatador.

Kimmich:
Spielte viele gute Diagonalpässe. Als Sechser in der Defensive fehlte aber noch Stabilität und Ruhe.

Gündogan:
Vom Sommer-Ballast der Erdogan-Affäre befreit. Starke Pässe in die Tiefe. In der 38. Minute eine große Torchance.

Kroos: Erstmals Kapitän. So viel Einsatz sah man von ihm in Testspielen selten. Vorlage auf Torschütze Brandt. Starker Antreiber.

Brandt:
Anfangs zu hibbelig. Nach seinem zweiten Länderspieltor sehr gut im Spiel. Ein echter Müller-Rivale.

Reus:
Vergab viel zu viele Großchancen. Hätte schon vor der Pause den Sieg klarmachen können.

Werner:
Spielte links, spielte in der Mitte, spielte rechts. Konnte seine Torquote (19 Spiele, acht Tore) aber wieder nicht verbessern.

RüdigerKam in der zweiten Halbzeit. Spielte diesmal wieder zentral und nutzte seine Schnelligkeit bei Perus Gegenstößen.

Draxler: Nach der WM noch nicht wieder aus dem Formtief. Lascher Schuss (83.). Muss sich bei seinem Verein PSG aufdrängen.

PetersenDurfte eine halbe Stunde ran. Sein Drehschuss (74.) ging knapp vorbei. Hätte aber eh nicht gezählt.

Müller: Sein 96. Länderspiel war ein Kurzeinsatz. Nur sieben Minuten in der Jokerrolle.

Kehrer:
 Kam kurz vor Schluss zum Debüt als rechter Verteidiger. Zeigte zwei gute Vorstöße.

Havertz
Zwei Minuten vor Schluss eingewechselt. Löws 99. Neuling ist ein Mann für die Zukunft.