Wolfsburgs Aufsichtsratchef bekräftigt VW-Commitment zum VfL
von Jean-Pascal Ostermeier | sidFußball-Bundesligist VfL Wolfsburg kann ungeachtet der Krise bei VW weiter fest mit der Unterstützung des Autobauers rechnen. "Bei Volkswagen haben wir gesagt: Wir sparen nicht an der Qualität der Produkte, sondern müssen die Kosten verringern. So ist es auch mit der Qualität im Fußball", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Sebastian Rudolph der Sport Bild.
Man wolle und werde den sportlichen Bereich bei den Frauen und Männern weiterentwickeln, um konkurrenzfähig zu bleiben: "Das gelingt auch über gezielte Investitionen. Unsere Ambitionen sind klar: Der VfL ist ein Klub, der mit seinen Teams um die europäischen Plätze mitspielt."
Wirtschaftlich sei der Klub, der am Mittwochabend im Viertelfinale des DFB-Pokals bei RB Leipzig (20.45 Uhr/Sky) antritt, nicht auf Spielerverkäufe angewiesen. "Grundsätzlich gilt: Der VfL Wolfsburg kann es sich erlauben, Angebote abzulehnen. Wir wollen gemeinsam etwas aufbauen. Und dafür den Weg mit Spielern gehen, die sich bei uns weiterentwickeln und hier eine erfolgreiche Zeit haben", sagte Rudolph.
Auch bei der Förderung der erfolgreichen Frauenmannschaft, die zu den Top-Teams in Europa gehört, sind keine groben Einschnitte geplant. "Klar ist: Geld wird auch im Frauenfußball immer wichtiger, gleichzeitig wollen wir unser sportliches Niveau halten. Wir sind in der Lage, große Spielerinnen langfristig zu binden und auch große Spielerinnen neu zu verpflichten", sagte Rudolph und kündige an: "Es werden in der nächsten Saison deutsche Nationalspielerinnen zu uns kommen." Man habe Pläne, das Team weiterzuentwickeln und die sportliche Infrastruktur weiter zu verbessern.
Die Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) liege dem Konzern derweil "am Herzen. Die Zusammenarbeit mit dem DFB ist erfolgreich und hat zudem einen hohen gesellschaftlichen Wert", sagte Rudolph.
(sid)