1. Bundesliga

Die Rekord-Einkäufe: Dieser Verein wartet seit 26 Jahren…

Eine neue Grafik vonFussballdaten.de zeigt die historischen Rekord-Einkäufe der Bundesliga-Klubs,die einiges an Überraschungspotenzial bietet. Stand der Daten: 30. Juni 2022.

Der FC Bayern München plant offenbar die Verpflichtung vonMatthijs de Ligt (22) von Juventus Turin (Fussballdaten.de berichtete). Fallsdie von den Turinern aufgerufene Ablöse-Forderung von 100 Millionen Euro vomdeutschen Rekordmeister akzeptiert wird, könnte vor dem Start in die 60. Saisonder Transfer-Rekord bei den Einkäufen fallen.

80 Mio. Euro

Diesen hält – wenig überraschend – der FC Bayern München.Der Branchenriese holte den französischen Weltmeister Lucas Hernández (26) vonAtlético Madrid zum 1. Juli 2019 für die bis heute bestehende Rekord-Summe von80 Mio. Euro.

Damit kippten die Bayern den Rekord des VfL Wolfsburg, dersich 2015 völlig überraschend die Dienste des Weltmeisters Julian Draxler vomFC Schalke 04 gesichert hatte – für 43 Mio. Euro. Es wurde einMillionen-Missverständnis, 2017 wechselte Draxler nach nur 34 Liga-Spielen zuPSG.

2016 blieb Borussia Dortmund mit dem Einkauf eines gewissenOusmane Dembélé von Stade Rennes mit 35 Mio. Euro klar unter diesem Wert. DerWeltmeister von 2018 ist bis heute sowohl Top-Einkauf als auch Abgänger desBVB, ging er doch bereits nach nur einer Saison für 140 Mio. Euro(Bundesliga-Rekord) zum FC Barcelona…

Die Top 5 der Rekord-Einkäufe wird auch von Top-5-Klubs derLiga gehalten, inklusive Bayer Leverkusen und RB Leipzig. Die Leverkusenermachten Kerem Demirbay von 1899 Hoffenheim 2019 zum vereinsinternenRekord-Zugang, RB Leipzig 2016 Naby Keita vom RB Salzburg. 32 bzw. 29,75 Mio. kostetendiese beiden Spieler.

10 Spiele – und einRekord-Transfer

Bemerkenswert: Jürgen Klinsmann (57) war 2019/2020 nur 10Spiele lang Trainer bei Hertha BSC, tätigte aber in dieser, sagen wir mal,bewegten Zeit den Rekord-Transfer der Berliner. Lucas Toussart von OlympiqueLyon wurde zum 28. Januar 2020 erst auf Leihbasis und im Sommer 2020 mit 25Mio. Euro Ablöse der teuerste Spieler, der je in die Bundes-Hauptstadtwechselte. Was zu diesem Transfer in den „Klinsmann-Papers“ steht, entnehmenSie bitte der SPORT BILD…

16,3 Mio. Euro fürden „neuen Lewandowski“

Der FC Augsburg wagte mit Ricardo Pepi vom FC Dallas und für16,3 Mio. Euro im Januar 2022 den ganz großen Wurf. Den Beweis, dass „Pepi einer wie Lewandowski wird" ,wie es sein Entdecker Thorsten Schmugge Anfang im Januar 2022 in BILD am SONNTAGformulierte, blieb der US-Amerikaner aber noch schuldig – kein Tor in denersten 11 Bundesliga-Einsätzen. Das sah bei Lewandowskis Einstand 2010 beim BVBmit 2 Treffern aus den ersten 5 Liga-Spielen doch ganz anders aus…

Seit 1996Rekord-Zugang: Sparzwang im Revier

Ab Platz 16 bewegt sich mit dem mehrfach als Leihstürmereingesetzten Taiwo Awoniyi (jetzt Nottingham Forest) vom FC Liverpool bei UnionBerlin (8,5 Mio. Euro) der erste Rekord-Transfer unter der 10-Millionen-Marke.

Weit darunter und seit 1996 bestehend ist jedoch derTransfer-Rekord für einen Zugang desVfL Bochum. Der Bulgare Georgi Donkov (52) von ZSKA Sofia hält bis heute denTitel „Teuerster Bochum-Einkauf aller Zeiten“. Mit 10 Toren in 30 BL-Spielenhatte Donkov 1997 seinen Anteil an der UEFA-Cup-Qualifikation der Mannschaftvon Trainerfuchs Klaus Toppmöller.