Eine Note will sich Max Eberl nach seinem ersten Jahr als Sportvorstand des FC Bayern nicht geben. Nur so viel: "Wir sind Tabellenführer, sind in der Champions League mit dabei. Die Saison ist eine gute, aber man wird erst am Ende sehen, was dabei rumkommt", sagte der 51-Jährige vor dem Bundesligaspiel der Münchner am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) beim VfB Stuttgart.
FC Bayern MünchenBundesliga
•Rang: 1•Pkt: 58•Tore: 69:19
Eberl hatte am 1. März 2024 die Nachfolge von Hasan Salihamidzic angetreten. "Das erste Jahr war sehr aufregend, sehr intensiv, aber auch mit Glücksmomenten verbunden, wenn ich beispielsweise an unsere Trainerentscheidung denke", betonte er.
Man habe zudem "einen Kader, der ein Stück weit neue Energie hat. Mit Michael Olise haben wir einen Spieler geholt, der der Liga gut tut. Mit den Vertragsverlängerungen von Jamal Musiala, Alphonso Davies und Manuel Neuer konnten wir wichtige Spieler binden, die Bayern München in sich tragen." Dies alles seien, so Eberl, "viele positive Dinge, die passiert sind".
Auch der frühere Manager Uli Hoeneß ist von Eberls Arbeit überzeugt. "Ich finde, er hat mit dazu beigetragen, dass der FC Bayern vor allen Dingen auch in der Öffentlichkeit wieder zur Ruhe gekommen ist. Max ist ein Mensch, der sehr auf Zusammenhalt wert legt und das auch lebt. Die Zusammenarbeit mit Christoph Freund klappt sehr gut, es ist sehr wichtig, dass man sich versteht", sagte der Ehrenpräsident der Münchner AZ.
Zuletzt hatte Eberl schon einmal einen tieferen Einblick gegeben. Er sei jetzt ein paar Monate da und habe das Gefühl, "die ganze Vergangenheit wird dir um den Hals gehängt, was vielleicht Gehaltskosten betrifft oder dergleichen". Er versuche jedoch zusammen mit Sportdirektor Christoph Freund und Trainer Vincent Kompany "die Komplexität zwischen Sport, Finanzen und Planung zu managen und die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Und das nicht kurzfristig, sondern auch für morgen und übermorgen."
Beim FC Bayern müsse man, führte Eberl weiter aus, "erfolgreich sein, Spieler entwickeln und finanziell gesund wirtschaften. Als Sportvorstand bist du eine Art Ventil, um den sportlichen Erfolg und die wirtschaftlichen Faktoren zu vereinen." Man sitze "zwischendrin und muss die beiden Welten managen".
(sid)
Köln hat nicht Ringelpietz mit Anfassen gespielt. Aber sie haben das gut gemacht, mit allen Facetten. Das ist nicht immer angenehm, auf der Bank wie auf dem Feld. Aber sie haben gespielt, wie man spielen muss, wenn man 17. ist und gegen den Abstieg spielt.
— Julian Nagelsmann, Trainer von RB Leipzig, zur Gangart des 1. FC Köln bei der 1:2-Niederlage von RBL.