Die neueste Statistik von Fussballdaten.de zeigt: So oft lagen die deutschen Klubs in der Bundesliga Historie an der Spitze der Tabelle. Es zählen dabei nur Tabellenführungen nach Abschluss eines kompletten Spieltages. Stand der Daten: 28. Juni 2022.
Zu den absoluten One-Hit-Wonders als Tabellenführer oder als Spitzenreiter gehören der SC Paderborn, der 2014 als Aufsteiger ganz oben stand und die Saison trotzdem als Tabellenletzter beendete.
Der Sturm des FC St. Pauli an die Tabellenspitze (2:0 beim SC Freiburg) zog im August 1995 Riesen-Jubel und eigene T-Shirts („St. Pauli on Top of the World“) nach sich. Den besten Spruch hatte Pauli-Torhüter Klaus Thomforde parat: „Bälle halten in der Bundesliga, da geht mir Einer ab!“
Nur ein aktueller Bundesligist stand lediglich ein Mal auf dem Platz an der Sonne. Und das war der SC Freiburg am 12. August 2000 – mit einem 4:0 (2:0)-Derbyerfolg gegen den VfB Stuttgart am 1. Spieltag der Saison 2000/2001.
Drei Mal stürmte auch der VfL Bochum an die Tabellenspitze,
zuletzt in der Saison 2002/2003 als Aufsteiger und mit Kult-Trainer Peter
Neururer („Ich will irgendwann mit dem VfL Deutscher Meister werden“). Karneval
an der Tabellenspitze, das gab es mit dem FSV Mainz 05 insgesamt 6-mal, der 1.
FC Köln sonnte sich 87-mal auf Platz eins und das zuletzt am 24. August 1996,
durch ein 3:1 in Freiburg, ebenfalls mit Neururer als Coach. Das macht
insgesamt Platz 7 im Tabellenführer-Ranking.
Der Klub, der am häufigsten Tabellenführer, aber nie Meister war, ist Bayer Leverkusen. Die Bayer-Elf stand 72-mal ganz oben, doch 2000 und 2002 eben nur bis vor dem 34. respektive 33. Spieltag, ein Mal zu wenig!
Schalke 04 hatte 59-mal Platz eins inne und damit nur einen Spieltag weniger als der VfB Stuttgart. Doch die Schwaben holten – anders als „Königsblau“ – mit 60 Tabellenführungen drei Meisterschaften (1984, 1992, 2007), Minimalismus pur.
Groß ist die Lücke zwischen Platz 11, Eintracht Frankfurt (55-mal Tabellenführer, zuletzt 1999) und 12, dem 1. FC Nürnberg.
Der fränkische Erzrivale der Eintracht fand sich bei 1.318 Spieltagen im „Oberhaus“ nur 36-mal auf dem ersten Platz wieder. Von diesen Tabellenführungen entfielen 32 auf die einzige FCN-Meistersaison in der Bundesliga, 1967/68.
Bester Mehrfach-Meister ist auf Rang 2 der BVB. Borussia Dortmund stand 179-mal auf der Pole Position der Bundesliga, wurde 5-mal Deutscher Meister. Genauso oft wie der Vereinsnamens-Vetter Borussia Mönchengladbach, doch die Rheinländer standen nur 139-mal vorn.
Dass die Dortmunder seit 2019 nicht mehr von der Spitze grüßten, ist ein Problem der Liga. Die Dominanz des FC Bayern München schlägt sich daher auch in der Anzahl der Tabellenführungen nieder. 832-mal hieß es „Mia san Spitze“
Selbst wenn man die Anzahl an ersten Plätzen der folgenden 7 Klubs, BVB, Gladbach, Bremen (129), Hamburg (117), Kaiserslautern (90), Köln und Leverkusen addiert, bliebe man unter dem Wert des FC Bayern.
Von daher wäre es an der Zeit, Grüße an Berti Vogts, dass der Spitzenreiter eben nicht den Tabellenführer, sondern den Titelverteidiger schlägt…
Der Hund ist wieder in Portugal. Jetzt brauchen Sie keine Angst mehr zu haben. London ist wieder sicher.
— Jose Mourinho