Die Rekord-Einkäufe: Dieser Verein wartet seit 26 Jahren…

von Carsten Germann13:26 Uhr | 07.07.2022
Foto: Imago

Eine neue Grafik von Fussballdaten.de zeigt die historischen Rekord-Einkäufe der Bundesliga-Klubs, die einiges an Überraschungspotenzial bietet. Stand der Daten: 30. Juni 2022.

Lucas Hernandez
PSGAbwehrFrankreich
Zum Profil

Person
Alter
29
Größe
1,82
Gewicht
76
Fuß
L
Marktwert
14,4 Mio. €
Saison 2024/2025

Ligue 1

Spiele
9
Tore
-
Vorlagen
-
Karten
1--

Der FC Bayern München plant offenbar die Verpflichtung von Matthijs de Ligt (22) von Juventus Turin (Fussballdaten.de berichtete). Falls die von den Turinern aufgerufene Ablöse-Forderung von 100 Millionen Euro vom deutschen Rekordmeister akzeptiert wird, könnte vor dem Start in die 60. Saison der Transfer-Rekord bei den Einkäufen fallen.

80 Mio. Euro

Diesen hält – wenig überraschend – der FC Bayern München. Der Branchenriese holte den französischen Weltmeister Lucas Hernández (26) von Atlético Madrid zum 1. Juli 2019 für die bis heute bestehende Rekord-Summe von 80 Mio. Euro.

Damit kippten die Bayern den Rekord des VfL Wolfsburg, der sich 2015 völlig überraschend die Dienste des Weltmeisters Julian Draxler vom FC Schalke 04 gesichert hatte – für 43 Mio. Euro. Es wurde ein Millionen-Missverständnis, 2017 wechselte Draxler nach nur 34 Liga-Spielen zu PSG.

2016 blieb Borussia Dortmund mit dem Einkauf eines gewissen Ousmane Dembélé von Stade Rennes mit 35 Mio. Euro klar unter diesem Wert. Der Weltmeister von 2018 ist bis heute sowohl Top-Einkauf als auch Abgänger des BVB, ging er doch bereits nach nur einer Saison für 140 Mio. Euro (Bundesliga-Rekord) zum FC Barcelona…

Die Top 5 der Rekord-Einkäufe wird auch von Top-5-Klubs der Liga gehalten, inklusive Bayer Leverkusen und RB Leipzig. Die Leverkusener machten Kerem Demirbay von 1899 Hoffenheim 2019 zum vereinsinternen Rekord-Zugang, RB Leipzig 2016 Naby Keita vom RB Salzburg. 32 bzw. 29,75 Mio. kosteten diese beiden Spieler.

10 Spiele – und ein Rekord-Transfer

Bemerkenswert: Jürgen Klinsmann (57) war 2019/2020 nur 10 Spiele lang Trainer bei Hertha BSC, tätigte aber in dieser, sagen wir mal, bewegten Zeit den Rekord-Transfer der Berliner. Lucas Toussart von Olympique Lyon wurde zum 28. Januar 2020 erst auf Leihbasis und im Sommer 2020 mit 25 Mio. Euro Ablöse der teuerste Spieler, der je in die Bundes-Hauptstadt wechselte. Was zu diesem Transfer in den „Klinsmann-Papers“ steht, entnehmen Sie bitte der SPORT BILD…

16,3 Mio. Euro für den „neuen Lewandowski“

Der FC Augsburg wagte mit Ricardo Pepi vom FC Dallas und für 16,3 Mio. Euro im Januar 2022 den ganz großen Wurf. Den Beweis, dass „Pepi einer wie Lewandowski wird" , wie es sein Entdecker Thorsten Schmugge Anfang im Januar 2022 in BILD am SONNTAG formulierte, blieb der US-Amerikaner aber noch schuldig – kein Tor in den ersten 11 Bundesliga-Einsätzen. Das sah bei Lewandowskis Einstand 2010 beim BVB mit 2 Treffern aus den ersten 5 Liga-Spielen doch ganz anders aus…

Seit 1996 Rekord-Zugang: Sparzwang im Revier

Ab Platz 16 bewegt sich mit dem mehrfach als Leihstürmer eingesetzten Taiwo Awoniyi (jetzt Nottingham Forest) vom FC Liverpool bei Union Berlin (8,5 Mio. Euro) der erste Rekord-Transfer unter der 10-Millionen-Marke.

Weit darunter und seit 1996 bestehend ist jedoch der Transfer-Rekord für einen Zugang des VfL Bochum. Der Bulgare Georgi Donkov (52) von ZSKA Sofia hält bis heute den Titel „Teuerster Bochum-Einkauf aller Zeiten“. Mit 10 Toren in 30 BL-Spielen hatte Donkov 1997 seinen Anteil an der UEFA-Cup-Qualifikation der Mannschaft von Trainerfuchs Klaus Toppmöller. 



Ein wesentlicher Punkt ist, dass wir praktisch nicht über Fußball reden.

— Trainerlegende Giovanni Trapattoni in einem Playboy-Interview über 30 glückliche Jahre mit Ehefrau Paola.