Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Bayern München - Eintracht Frankfurt

Bayern ließen diesmal keine Federn

Näherte sich seiner Bestform: Anatoliy TymoshchukNäherte sich seiner Bestform: Anatoliy Tymoshchuk

Zehn Punkte aus den letzten vier Bundesligaspielen bis zur Winterpause hatte Bayern-Trainer Louis van Gaal gefordert. Schon einmal drei davon holten die Münchner gegen Eintracht Frankfurt.

Für die Bayern war es ein Heimspiel wie viele andere in dieser Saison. Frankfurt zog sich weit in die eigene Hälfte zurück, und der Meister versuchte, das vom Gegner errichtete Abwehrbollwerk auszuspielen. Zunächst ohne Fortune. Obwohl die Hausherren die Eintracht-Defensive unter Druck setzen konnten, spielten sie sich in der ersten knappen halben Stunde nur eine gute Einschussgelegenheit heraus. Nachdem Frankfurts Keeper Nikolov einen Ribery-Schuss nach vorne abgewehrt hatte, staubte Gomez zwar ab, allerdings aus einer Abseitsstellung heraus. Deswegen blieb dem Treffer auch zu Recht die Anerkennung verwehrt (9.). Die Hessen lauerten auf Kontermöglichkeiten. Und wenn sie das Mittelfeld schnell überbrückten, dann wackelte die nicht sattelfeste Bayern-Abwehr. Vor allem die beiden Innenverteidiger van Buyten und Breno hatten ihre Schwierigkeiten mit der Frankfurter Sturmspitze Gekas. Nach einem Fehler von van Buyten war der Grieche schon alleine auf dem Weg zum gegnerischen Gehäuse, Breno klärte jedoch auf der Linie, und den Nachschuss setzte der 17-jährige Startelfdebütant Kittel am Tor vorbei (13.). Etwas überraschend, aber nicht unverdient fiel nach einer knappen halben Stunde der Führungstreffer für die Platzelf. Tymoshchuk fasste sich aus knapp 15 Metern ein Herz und zielte ins lange Eck (29.). Nach der Führung ließen sich die Bayern jedoch etwas zurückfallen und kassierten nur vier Minuten später den Ausgleich. Van Buyten unterlief eine Heller-Flanke, FCB-Schlussmann Butt konnte zwar Gekas’ Kopfball an den Pfosten lenken, aber den Abpraller beförderte der Grieche ins Tor. Die Münchner erhöhten daraufhin wieder die Schlagzahl, trotz vieler Chancen für den FCB fiel bis zum Halbzeitpfiff jedoch kein weiterer Treffer.

Nach dem Seitenwechsel kam Demichelis für den diesmal indisponierten van Buyten, ansonsten änderte sich nichts. Die Bayern blieben das dominierende Team, die Eintracht kam selten über die Mittellinie hinaus. Keine zwei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als ein Gomez-Schuss knapp am linken Pfosten vorbeistrich. Danach standen die Gäste in der Abwehr wieder gut, ehe Nikolov einen Kroos-Schuss abprallen ließ und Müller den Ball ins verwaiste Tor schoss (59.). Zwei Zeigerumdrehungen später konnte der Frankfurter Schlussmann einen Ribery-Schuss ebenfalls nicht festhalten, diesmal staubte Gomez ab. Mit diesem Treffer war das Spiel entschieden. Die Bayern schaukelten den Vorsprung souverän über die Runden und konnten es sich sogar leisten, den angeschlagenen Schweinsteiger zu schonen und für ihn den rekonvaleszenten Kapitän van Bommel einzuwechseln (65.). Es wäre vielleicht noch einmal spannend geworden, wenn nicht Butt Vasoskis Schuss über die Latte gelenkt (74.) und Fenins Aufsetzer um den Pfosten gedreht (84.) hätte. Stattdessen sorgte Tymoshchuk in der 88. Minute für einen sogar noch höheren Sieg. Nach einer schönen Kombination über Ribery, Gomez und wieder Ribery schob der Ukrainer die Kugel an Nikolov vorbei ins Netz.

Senthuran Sivananda

Die Spielstatistik FC Bayern München - Eintracht Frankfurt

FC Bayern München

-

Eintracht Frankfurt

4:1 (1:1)

Bundesliga 2010/2011, 14. Spieltag
27.11.2010, 15:30 Uhr
Allianz Arena (München), 69.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Tore
1:0 Anatoliy Tymoshchuk 29. (Linksschuss, Müller)
1:1 Theofanis Gekas 33. (Rechtsschuss)
2:1 Thomas Müller 59. (Rechtsschuss, Kroos)
3:1 Mario Gomez 61. (Rechtsschuss, Ribery)
4:1 Anatoliy Tymoshchuk 88. (Rechtsschuss, Ribery)
Wechsel Frankfurt
Martin Fenin
für Sonny Kittel
(4,0)
(62.)
Caio
für Alexander Meier
(―)
(82.)
Ioannis Amanatidis
für Halil Altintop
(―)
(87.)
Karten B. München
Gelb für Franck Ribery
Karten Frankfurt
keine