Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg

Unvermögen vor dem VfL-Tor

Erwies sich einmal mehr als idealer Knipser: Thomas BrdaricErwies sich einmal mehr als idealer Knipser: Thomas Brdaric

Bislang konnten die Niedersachsen in Dortmund keinen Blumentopf gewinnen. Doch gegen einen BVB, der beste Torchancen in großer Anzahl vergab, hatte selbst ein mittelprächtig agierender VfL, der in Brdaric allerdings einen kaltblütigen Vollstrecker aufwies, eine Siegchance und nutzte diese auch prompt.

Die über 40 Hitzegrade, die im Westfalenstadion auf dem Platz gemessen wurden, hinderten die Borussen nicht, von Beginn an mächtig auf die Tube zu drücken. Dabei tat sich vor allem Spielmacher Rosicky hervor, der zudem versuchte, aus allen Lagen zu schießen. In Jentzsch hatte der VfL allerdings einen Schlussmann zwischen den Pfosten, der sich mehrfach auszeichnete. Gegenzüge der Wolfsburger blieben Stückwerk, obgleich die BVB-Deckung alles andere als sattelfest wirkte. Nachdem die Gäste die erste Viertelstunde schadlos überstanden hatten, lockerte sich die Umklammerung der Dortmunder etwas. Erst eine Einzelaktion Ewerthons, der sich aus 28 Metern ein Herz nahm und die Kugel in den linken Torwinkel hämmerte, brach den Bann (30.). Oliseh jagte kurz darauf einen Freistoß knapp neben den VfL-Kasten, während die erste Chance der Wölfe überraschend im Netz der Borussen endete. Eine Petrov-Ecke erwischte Brdaric mit der Hacke und fand die Lücke (43.). So stand es zur Pause 1:1, während eine deutliche Führung der Gastgeber dem Spielverlauf eher entsprochen hätte.
Zwar blieben die Borussen auch nach dem Pausengang leicht überlegen, doch die Aktionen waren vorne nicht mehr zwingend, auch wenn Ewerthon und Koller gute Einschussmöglichkeiten ausließen. Einer der wenigen gelungenen Gegenzüge des VfL weckte die mittlerweile im Einschlafen befindliche Partie in der 64. Minute. Thiam preschte halblinks in den Strafraum, gab flach vor den Torraum, wo Brdaric stand und die Kugel direkt ins lange Eck weiterleitete. Danach stellten sich die Wolfsburger mit nahezu vollständigem Personal um den eigenen Sechzehner auf und erwarteten die BVB-Angriffswellen. Deren Chancen häuften sich, trotz der vielbeinigen Deckung. Allerdings trafen weder Oliseh mit seinen Freistößen, noch Ewerthon, Koller und Rosicky bei ihren teils hochkarätigen Möglichkeiten ins Schwarze. Zudem hinterließ VfL-Keeper Jentzsch einen sicheren Eindruck und gab sich keine Blöße. Die Zeit verstrich und zuletzt standen die Borussen mit leeren Händen da. Ihnen fehlte schlichtweg ein Knipser Marke Brdaric.

Die Spielstatistik Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg

Borussia Dortmund

-

VfL Wolfsburg

1:2 (1:1)

Bundesliga 2004/2005, 1. Spieltag
07.08.2004, 15:30 Uhr
Westfalenstadion (Dortmund), 71.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)
Tore
1:0 Ewerthon 30. (Rechtsschuss, Jensen)
1:1 Thomas Brdaric 43. (Linksschuss, Petrov)
1:2 Thomas Brdaric 65. (Linksschuss, Thiam)
Wechsel Dortmund
Salvatore Gambino
für Niclas Jensen
(―)
(66.)
Karten Dortmund
keine
Karten Wolfsburg
Gelb für Kevin Hofland
Gelb für Thomas Rytter
Gelb für Miroslav Karhan